Kindern eine Freude bereiten

Am Tag der Kinderrechte fand im Jugendtreff Stoffel in Widnau eine Spendenaktion zu Gunsten von Kindern statt, die im Asylzentrum in Altstätten leben. Die Aktion wird bis zum 19. Dezember verlängert. Die Jungen und Mädchen freuen sich über Spielsachen wie Puppen, Spielzeugautos, Puzzles und vieles mehr. Eine Sammelstation für funktionierende und vollständige Spielsachen steht im Jugendtreff Stoffel in der Rütistrasse 23 in Widnau bereit. Die Spenden können mittwochs von 14 bis 21 Uhr, donnerstags von 17 bis 21 Uhr und freitags von 19 bis 23 Uhr bei der Jugendtreffleitung abgegeben werden.

Im Dienste der Wahrheit – JNW Teamretraite

Unser Praktikant Yannick Weil berichtet über die Teamretraite.


Die Teamretraite dieses Jahres führte uns ins «Amt für die ganze Wahrheit», auch bekannt als das Stapferhaus in Lenzburg. Früh morgens ging die Reise von Heerbrugg aus los. Das erste Problem folgte in Sargans, die reservierten Speisewagenplätze waren nicht vorhanden, da der Zug keinen Speisewagen hatte. So musste das JNW-Team unterkoffeiniert bis nach Zürich fahren, wo es den lang ersehnten Znüni gab. Nach dieser kurzen Stärkung ging es auf die vorerst letzte Etappe der langen Reise nach Lenzburg. Auf der knapp 20-minütigen Strecke gab es von Roger Märkli einen Leseauftrag, welcher das Thema der Offenen Kinder- und Jugendarbeit als pädagogische Ortsgestalter thematisiert. Im Text ging es darum, wie sich ein Jugendzentrum über die Zeit von Beginn bis heute verändern kann, beziehungsweise sich der anfangs üblichen Jugendgruppe von Skatern anpasst hat und dadurch die Offenheit gegenüber allen anderen Jugendgruppen verliert. Nachdem alle den Text gelesen hatten gingen wir in einen SBB Warteraum auf einem der Perrons. Wir erhielten den Auftrag alle die Wörter die uns zu diesem Text einfallen bzw. uns von ihm geblieben sind auf ein Post-it zu schreiben und auf die Glaswand vor uns zu kleben.

Nach ca. 5-10 Minuten wurden alle eingeladen die Post-it‘s der anderen zu lesen. Es war spannend und interessant zu erkennen, wie unterschiedlich die Stichwörter zum Text ausgefallen sind. Einzelne Post-it Beiträge wurden aufgegriffen und es kam zu wertvollen und anregenden Diskussionen.

Nach dieser kurzen aber intensiven Phase der Konzentration und des Austauschs hatten wir uns das Mittagessen verdient. Wir gingen ins Kosthaus Lenzburg, welches dem Verein Phönix angehört. Dieser stellt Jugendlichen und Erwachsenen begleitete Plätze für ihre Ausbildung und Arbeitsintegration bereit. Das Essen war super lecker und wir konnten uns gut verpflegt in Richtung Amt für die ganze Wahrheit aufmachen.

 

En riesiger Pinocchio, seit 1881 im Dienste der Wahrheit, begrüsst die Besucher*innen.

Nun, was ist denn das Amt für die ganze Wahrheit überhaupt? Kurz gesagt ist es eine interaktive Ausstellung des Stapferhauses mit dem Namen „FAKE – die ganze Wahrheit“. Die Ausstellung nimmt sich dem Thema der sogenannten „Fake News“ an, welche momentan in aller Munde sind und vor allem durch US Präsident Donald Trump thematisiert werden.

Als Empfang wurden wir durch den Amtsleiter Herr Hans Wahr begrüsst, welcher einen kurzen Input zur ganzen Wahrheit gab und auch von uns wissen wollte, wie wir zur Wahrheit stehen.

Nach der kurzen Einführung durch Hans Wahr ins Amt der ganzen Wahrheit durften wir uns für kurze Zeit selbst umschauen bevor die Führung weiter ging. In der „Fachabteilung für Lü-generziehung und angewandte Pinocchioforschung“ konnten wir verschiedenen Stimmen von Lehrern, Eltern und geistlichen über die Wahrheit und über Lügen anhören, was sehr interes-sant war. Dann ging es weiter zur „Zentralen Lügenanlaufstelle“, wo Lügen an das Amt ge-schickt werden. Dort konnten wir die in Paketen angekommenen Lügen scannen und eine Geschichte anhören die wir danach in acht verschiedene Lügenkategorien einteilen mussten. Diese Kategorien gingen von „Nötig“ über „Egal“ bis hin zu „Tödlich“. Spannend war hier vor allem, wie unterschiedlich die einzelnen Meinungen zu gewissen Lügengeschichten waren.

Weiter ging es zur „Medienstelle für alte und neue Fake News“, dort wurde anhand eines Zeitstrahls und anderen Mitteln aufgezeigt, dass Fake News nicht erst in der heutigen Zeit aufgekommen sind, sondern dass es diese schon viel länger gibt. Eindrücklich war vor allem, dass während der beiden Weltkriege eine starke Verbreitung von Fake News vorkam. Doch so stark diskutiert wie heutzutage war diese Thematik noch nie.
Im „Labor für Lügenerkennung“ konnten wir unser Können im Lügen selbst ausprobieren, einerseits anhand von Karten auf denen ein Bild abgebildet war, das wir dem Gegenüber be-schreiben mussten, oder eine Karte auf der nur ein Fragezeichen war und man etwas erfinden durfte. Das Gegenüber musste herausfinden ob man die Wahrheit sagt bzw. ob ein Bild auf der Karte ist oder ob man nur etwas erfindet. Andererseits gab es einen Lügendetektor mit vorgegebenen Fragen die man beantworten musste und anhand des Pulses angegeben wurde ob die befragte Person lügt oder die Wahrheit erzählt.

Nach der Führung konnte jeder noch für sich noch die restlichen Bereiche erforschen, welche sich unter anderem dem Thema Fälschungen und Glaubwürdigkeit widmeten.

Nachdem alle genügend Zeit hatten sich ausgiebig umzuschauen und zu experimentieren ging es auch schon wieder zufrieden und müde auf den Weg nach Hause. Die Teamretraite 2018 war ein spannender und lehrreicher Tag der die einen oder anderen sicherlich noch länger beschäftigen wird.

Yannick Weil, Praktikant im PM-II der FHSG

Der Stoffel in jungen Händen

Die Kita Widnau und das Jugendnetzwerk SDM schaffen am Tag der Kinderrechte vom 20. November im Jugendtreff Stoffel einen Experimentierraum. Kinder und Jugendliche können frei nach ihren Ideen und Wünschen, ihrem Wissen und Können, bauen, erfinden und kreativ sein. Unterstützt werden sie dabei durch die eigenen Eltern, begleitet von der Kita Widnau und dem Jugendnetzwerk SDM.

Tag der Kinderrechte

Am 20. November 1989 hat die UN-Generalversammlung das Übereinkommen über die Rechte des Kindes, kurz UN-Kinderrechtskonvention, angenommen. Für die Schweiz sind diese im März 1997 in Kraft getreten. Sie umfasst 54 Artikel zu Überleben, Schutz und Ent-wicklung und basiert auf den Prinzipien der Nichtdiskriminierung, des Kindeswohls sowie der Anhörung von Kindern. Am Tag der Kinderrechte liegt der Jugendtreff Stoffel in den Händen der Kinder und Jugendlichen, wird neu erfunden und so zur kreativen Baustelle. Der Raum wird frei nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen bespielt, bebaut und belebt. Mit Karton und anderen gereinigten Recyclingmaterialien entstehen Traumhäuser, Spielgeräte und Burgen. Etwas technischer wird es mit dem Programmieren von Sensoren und Elektronikmodulen für coole Installationen. Ebenso bietet der Stoffel an diesem Tag Zeit für freies Spielen, Informationen zu den Kinderrechten und wird so zu einem Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien.

Spendenaktion: Eine Sammelstation für funktionierende und vollständige Spielsachen zu Gunsten von Kindern in der Asylunterkunft in Altstätten steht bereit.

rheintal soundz – Das Finale

Das rheintalsoundz 2018 ist Geschichte. Am gestrigen Samstagabend fand im Kulturraum Jung Ryh das Finale des jungen Rheintaler Musikwettbewerbs mit acht eindrücklichen Auftritten vor rund begeisterten 500 Zuschauern statt. Die Gewinner sind:

Auf Platz 1: Micha

und so an der nächsten Staablueme am 15. August 2019 zu sehen.

Auf Platz 2: The Oskars

Auf Platz 3: Neptun

Weiter haben bei den Sonderpreisen überzeugt:

Raus. Aber richtig! Ein Tag voller Spass und Herausforderungen in der Natur

Am Samstag, den 24. November findet der Outdoortag des Jugendnetzwerk SDM statt. Es werden zusammen Herausforderungen gemeistert wie z.B. das gegenseitige Abseilen und das gemeinsame Kochen eines Mittagessens  über dem Feuer. Eingeladen sind alle Jugendlichen aus dem Mittelrheintal im Alter zwischen 12 und 17 Jahren. Der Outdoortag wird ab sechs Anmeldungen durchgeführt und hat eine maximale Teilnehmerzahl von 15 Jugendlichen. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind obligatorisch. Der Event wird in der näheren Umgebung stattfinden. Treffpunkt ist am Bahnhof Heerbrugg.  Anmeldung und weitere Informationen unter: yannick.weil@s-d-m.ch.

Tüftelcamp Berneck 2018 – SPACE-TAXI

In der zweiten Herbstferienwoche war zum 6. Mal in Folge das schweizweite Tüftelcamp. 13 Standorte haben sich dazu entschieden, dieses Programm mit Kinder und Jugendlichen durchzuführen. Die Zürcher Hochschule der Künste entwickelte dieses Jahr das Thema „Forschungsmobil – kinetische Abenteuer wagen“. Unter diesem Motto wagten sich die 13 Kinder und Jugendlichen in Berneck zusammen mit den Leitern Steven Marx und Reinhard Götsch an dieses Projekt heran. Doch was genau ist Kinetik? Diese Frage musste auch als erstes im Projekt geklärt werden. Für die Unwissenden unter uns: „Kinetik ist ein Teilgebiet der Mechanik, das die Bewegung von Körpern behandelt, mitsamt der einwirkenden Kräfte“. Wer immer noch nicht schlauer geworden ist, schaut doch in das Youtube-Video rein

Nachdem die Bedeutung dieses Begriffes geklärt wurde, haben die jungen Tüftler und Tüftlerinnen am ersten Tag Gruppen gebildet und sich an ein Forschungsmobil gewagt. Wir haben uns für ein Forschungsmobil ganz ähnlich dem Mars-Rover Curiosity entschieden. Es gab von der ZHdK Bausätze, die die Bewegungsenergie sehr gut umsetzten. Am Ende entstanden schon Fahrzeuge, die fahren konnten und damit auch Energie für andere Bauteile am Fahrzeug spendeten.

 

 

Am darauffolgenden Tag war die Aufgabe das Fahrzeug zu verfeinern. Was braucht so ein Forschungsmobil im Weltall? Die Teilnehmenden kamen auf verschiedene wichtige Utensilien. Eine Schaufel, eine Solarpanele, eine Toilette etc.

Damit die Kinder und Jugendlichen nicht nur 4 Tage aufeinander tüfteln mussten, sondern auch wieder Ideen auffrischen und auftanken konnten, fand am 3. Tag der Ausflug in die Leica Geosystems in Heerbrugg statt. Sie erhielten Einblick in die verschiedensten Verfahren. Sie besichtigten die ShowRooms, die Polymeca AG und der Geomatics Montage. Die jungen Tüftlerinnen und Tüftler durften aber auch selbst mit Disto und Scanner experimentieren. Was für ein Erlebnis!

Der letzte Tag kam dann sehr schnell und die Gruppen mussten sich einig werden, wie die Präsentation für die Eltern stattfinden sollte. Aufgaben wurden schon vorgängig verteilt und jetzt hiess es nur noch: Letzte Verbesserungen, letzte Probefahrten und Vorbereitung für die Präsentation! Die Nervosität stieg rasant. Stühle und Tische mussten umgestellt werden, Plakate und Ablauf mussten gestaltet werden. Der Hauptredner bereitete sich vor. Und dann war es auch endlich soweit. Die Eltern und Verwandten waren da. Sie wurden perfekt durch den Nachmittag geführt, hatten Zeit, um Fragen zu stellen und sich auszutauschen. Das Finale bestand darin, dass die 3 Forschungsmobile – unser sogenanntes SPACE-TAXI (to the sky) zusammengehängt wurden und als eine Einheit den Hang hinunter fuhr.

Für die Teilnehmenden gab es zum Abschluss noch eine Urkunde und mächtigen Applaus für Ihre Tüftelarbeit. Well done, Berneck! Bis zum nächsten Jahr.