Verkehr

Die bereits erwähnte Urbanisierung und Verdichtung bringen auch mit sich, dass es mehr Verkehr im Ort gibt. Die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen sollte in jeder Ortsplanung Priorität haben.

Kinder brauchen besonderen Schutz. Gerade die Schulwege, wo die meisten Kinder zusammenkommen, sollten kindergerecht gesichert werden.

So wurde von den Kindern und Jugendlichen rückgemeldet, dass es bei den Schulen 30iger Zonen geben sollte, es mehr gut sichtbare Fussgängerstreifen und Überquerungshilfen braucht, sowie das Schleichwege-Netz weiter ausgebaut werden soll, um die Hauptstrassen meiden zu können.

Die Schüler*innen haben an unterschiedlichsten Orten ein ungutes Gefühl und meiden diese Orte wenn es geht. Oft werden die fehlende Beleuchtung und fehlende Strassenübergänge genannt. „In der Schule lernt man, wie man eine Strasse überquert, und zwar über einen Fussgängerstreifen, welchen es in der Bahnhofstrasse leider nicht gibt.“ So ein Zitat eines Schülers.

Der Bahnhof und die beiden Unterführungen zu diesem, sind die meistgenannten Unwohlorte der Schüler*innen. Die Beleuchtung und „komische Leute“ führen oft dazu, dass die Kinder und Jugendlichen hier sehr ungern durchgehen.

Der Grossteil der Befragten ist mit einem Mittelwert von 8.6 selbstständig mit Freunden, mit dem Velo oder Trotti in Widnau unterwegs. Fast alle, mit einem Mittelwert von 9.2, fahren damit auch zur Schule. Es gibt gute Wege für Velos, aber auch für Fussgänger*innen. Gerade der Fahrradweg am Kanal wurde öfters als gutes Beispiel für einen sicheren Schulweg erwähnt.

Als gefährlich werden die schmalen, gelben Velostreifen auf den Hauptstrassen bewertet. Da dieser Schutzweg viel zu schmal ist und die Autos und LKWs zum Beispiel in der Bahnhofstrasse, aufgrund der Mittelinsel mit den Stäben, sehr knapp an einem vorbeifahren müssen. Hier weichen die meisten Velofahrer*innen auf das Trottoir aus, was hier wiederum zu gefährlichen Situationen mit den Fussgänger*innen führt. 

Die Kinder und Jugendlichen sind auch in der Freizeit gerne mit dem Velo oder den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Der Bedarf an sicheren und überdachten Abstellmöglichkeiten für die Velos ist deshalb hoch. Das aktuelle Angebot wir mit einem Mittelwert von 6.5 bewertet. Da einige mit dem Velo zur Bushaltestelle fahren und dort ihr Velo abstellen, wäre es ideal, wenn es bei den Bushaltestellen immer einen sicheren Abstellplatz gäbe. Überdachte Bushaltestellen gibt es, hiervon werden aber mehr im Ort gewünscht.

Die Bus- und Bahnverbindung wird von den Befragten mit einem MW von 6.1 als ausbaufähig bewertet. Wobei nur drei der 200 Befragten Schüler*innen den Bus zur Schule verwenden, könnte das Angebot in der Freizeit ausgebaut werden. Gerade die Verbindungen zu Rauminseln, wie das Sportzentrum Aegeten oder Nachtverbindungen für Jugendliche, für einen sicheren Heimweg in der Nacht werden gewünscht.

Dieser Veloweg ist zu schmal, die SuS fahren auf dem Trottoir.
Guter Schleichweg mit fehlender Beleuchtung
Gutes Beispiel einer überdachten Bushaltestelle
Fehlender Fussgängerstreifen an der BahnhofstrasseF

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